Was sind Störfelder?
Bei Störfeldern handelt es sich um chronische Entzündungsprozesse im Kieferbereich, die nach biologischem Verständnis Wechselwirkungen zu anderen Regionen, Gelenken und Organen aufweisen können und dadurch den Gesamtorganismus belasten.
Wird ein Zusammenhang zwischen chronischen Beschwerden und einem Störfeld im Kiefer oder in der Mundhöhle festgestellt, ist eine gezielte Behandlung dieses Störfeldes notwendig.
Mögliche Ursachen
Chronische Entzündungsherde wie NICO, wurzelbehandelte Zähne oder Metalle in der Mundhöhle – beispielsweise Amalgamfüllungen, gegossene Wurzelstifte sowie metallische Kronen und Brücken – können nach biologischem Verständnis als Störfelder wirken.
Sie werden unter anderem mit chronischen Gelenkbeschwerden, neurologischen Erkrankungen, Migräne sowie einer erhöhten Stressanfälligkeit, Reizbarkeit oder Erschöpfung in Verbindung gebracht.
Aufdeckung von Störfeldern
Besteht der Verdacht auf ein mögliches Störfeld, erfolgt zunächst eine umfassende Diagnostik. Mithilfe der dreidimensionalen Röntgendiagnostik (DVT) sowie konventioneller Röntgenaufnahmen können entzündliche Veränderungen im Knochen und an den Zähnen sichtbar gemacht werden.
Ergänzend kann die Neuraltherapie nach Huneke eingesetzt werden, um einen möglichen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und einem vermuteten Störfeld näher zu untersuchen.
Neuraltherapie nach Huneke
Bei der Neuraltherapie wird eine kleine Menge eines Lokalanästhetikums in die unmittelbare Nähe des vermuteten Störfeldes injiziert. Anschließend beobachtet der Patient innerhalb der folgenden 24 Stunden mögliche Veränderungen seines Beschwerdebildes.
In manchen Fällen tritt das sogenannte Sekundenphänomen auf: Beschwerden wie Schmerzen oder Schonhaltungen können sich innerhalb weniger Sekunden deutlich verbessern. Auch eine Besserung im Verlauf der nächsten Stunden kann Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Störfeld und den bestehenden Beschwerden geben.
Wirkungsweise der Neuraltherapie
Nach der Injektion von Procain kann es zu einer verbesserten Durchblutung sowie zur Unterstützung der Regeneration von Gefäßen und Nervenstrukturen kommen. Im biologischen Behandlungskonzept dient die Neuraltherapie als ergänzende diagnostische Methode zur Beurteilung möglicher Störfelder.
Häufig gestellte Fragen
Die folgenden Fragen und Antworten wurden von Dr. med. dent. Ludwig Broers und Yannic Broers fachlich geprüft und orientieren sich an den aktuellen Behandlungskonzepten unserer Praxis.
Ein Störfeld beschreibt chronische Veränderungen im Mund- und Kieferbereich, die nach biologischem Verständnis Wechselwirkungen mit anderen Bereichen des Körpers haben können.
Zur Diagnostik werden unter anderem DVT-Aufnahmen, klassische Röntgenbilder sowie – je nach Fragestellung – die Neuraltherapie eingesetzt.
Sie ist eine ergänzende diagnostische Methode, mit der mögliche Zusammenhänge zwischen Beschwerden und einem vermuteten Störfeld untersucht werden können.
Unter anderem können NICO, wurzelbehandelte Zähne oder metallische Dentalwerkstoffe eine Rolle spielen.
Die Therapie richtet sich nach der individuellen Diagnose und kann verschiedene Maßnahmen der biologischen Zahnmedizin umfassen.